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Auf einer Blacklist gelandet: was tun?

Mails kommen zurück mit Meldungen wie „blocked using zen.spamhaus.org“ oder landen plötzlich überall im Spam? Dann steht deine IP oder Domain vermutlich auf einer Sperrliste (DNSBL).

1. Prüfen, wo du stehst

Im Blacklist-Check die IP deines Mailservers prüfen und zusätzlich die Domain. Bei der Domain prüft der Check auch die IPs der Mailserver aus dem MX-Eintrag.

Wichtig ist, welche Liste: Spamhaus (SBL, XBL, CSS, DBL), Barracuda und SpamCop werden von vielen Empfängern benutzt. Kleine Listen haben kaum Wirkung.

2. Die Ursache finden

Listen tragen nicht zufällig ein. Häufige Gründe:

  • gehacktes Postfach: Ein Passwort wurde abgefischt und das Konto verschickt Spam. Prüfe im Mailserver, welche Konten auffällig viele Mails senden.
  • offenes Kontaktformular oder Newsletter-Anmeldung ohne Bestätigung, die von Bots benutzt wird
  • infizierter Rechner im Netz, der direkt über Port 25 nach außen sendet (typisch für Spamhaus XBL/CBL)
  • Mailserver ohne Reverse DNS oder mit generischem Namen wie ip-203-0-113-10.provider.net

3. Ursache abstellen

  • betroffene Passwörter ändern, 2FA einschalten
  • Formulare mit Captcha bzw. Double-Opt-in absichern
  • ausgehenden Port 25 in der Firewall für alles außer dem Mailserver sperren
  • Reverse DNS beim Hoster setzen lassen: Der PTR der IP soll auf den Namen des Mailservers zeigen, und der Name zurück auf die IP

4. Austragen

Erst nach dem Abstellen der Ursache, sonst bist du gleich wieder drin. Im Blacklist-Check steht bei jeder Liste der Link zum Austragen. Viele Listen tragen auch nach einigen Tagen von selbst aus, wenn nichts mehr kommt.

Sonderfall: Spamhaus PBL

Auf der PBL stehen IPs von privaten Internetanschlüssen. Das ist kein Vorwurf, sondern bedeutet: Von hier sollen Mails nicht direkt verschickt werden, sondern über einen Mailserver (Smarthost). Betreibst du dort einen Mailserver, nutze für den Versand einen Relay-Dienst deines Providers.