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Monitoring, Sicherheitslagebild, Port-Scan und Geheimnisse teilen, für angemeldete Konten.
Monitoring
Das Monitoring prüft deine Dienste regelmäßig von außen und meldet sich, wenn etwas nicht stimmt. Pro Konto sind bis zu 25 Prüfungen möglich.
Arten von Prüfungen
| Art | Prüft | Intervall |
|---|---|---|
| Webseite | HTTP-Status und Antwortzeit, optional erwarteten Statuscode und ein Stichwort im Inhalt | 1 min bis 1 h |
| Port | ob ein Dienst auf host:port antwortet, z. B. mail.example.de:25 |
1 min bis 1 h |
| Zertifikat | Ablauf des TLS-Zertifikats, Warnung ab einer Zahl von Tagen (Standard 14) | 1 h bis 1 Tag |
| Blacklist | ob IP oder Domain auf Spam-Sperrlisten auftaucht | 1 h bis 1 Tag |
| DNS | ob sich ein DNS-Eintrag ändert, z. B. MX oder A | 1 min bis 1 h |
Störung oder Warnung
- Störung: Das Ziel ist nicht erreichbar oder antwortet falsch. Bei Webseiten und Ports erst nach zwei Fehlschlägen in Folge, damit ein kurzer Wackler keinen Alarm auslöst.
- Warnung: Etwas ist auffällig, aber noch nicht kaputt, etwa ein Zertifikat, das bald abläuft.
- Wieder in Ordnung: Auch das wird gemeldet, mit der Dauer der Störung.
Bei einer DNS-Prüfung gilt eine Änderung als Warnung. War sie gewollt, übernimmst du den neuen Wert mit einem Klick als Sollzustand.
Verlauf
Zu jeder Prüfung gibt es die letzten 24 Stunden als Grafik, die letzten 90 Tage als Balken und eine Liste der Vorfälle. Änderst du Art oder Ziel, beginnt der Verlauf von vorn.
Benachrichtigungen
Ohne Kanal siehst du Störungen nur auf der Seite. Wie du Mail, ntfy, Telegram und andere einrichtest, steht auf der nächsten Seite.
Benachrichtigungs-Kanäle
Kanäle legst du im Monitoring unter Benachrichtigungen an, bis zu 5 Stück. Jede Meldung von Monitoring und Sicherheitslagebild geht an alle deine Kanäle. Mit Test prüfst du, ob ein Kanal funktioniert.
| Kanal | Was du brauchst |
|---|---|
| eine Adresse. Sie bekommt zuerst einen Bestätigungslink, erst danach kommen Meldungen. | |
| ntfy | eine Topic-Adresse, z. B. https://ntfy.sh/mein-geheimes-topic. In der ntfy-App das Topic abonnieren. |
| Telegram | ein Bot-Token von @BotFather und deine Chat-ID |
| Discord | eine Webhook-Adresse aus den Kanal-Einstellungen (Integrationen → Webhooks) |
| Slack / Mattermost | eine Incoming-Webhook-Adresse |
| Webhook (JSON) | eine beliebige Adresse. Sie bekommt alle Felder als JSON, gut für eigene Automatisierung. |
Tipps
- ntfy ist am schnellsten eingerichtet: App installieren, ein schwer zu erratendes Topic ausdenken, fertig. Wer das Topic kennt, liest mit, also kein „test“ oder „server“ nehmen.
- Telegram: Schreib deinem Bot einmal etwas. Die Chat-ID findest du dann unter
https://api.telegram.org/bot<TOKEN>/getUpdatesim Feldchat.id. - Mails gehen höchstens 20-mal pro Stunde je Kanal raus, damit ein flatterndes Ziel nicht dein Postfach flutet.
Sicherheitslagebild
Das Sicherheitslagebild sammelt neue Sicherheitslücken an einer Stelle:
- BSI / CERT-Bund: Sicherheitshinweise, stündlich aktualisiert, die letzten 30 Tage
- CISA KEV: Lücken, die nachweislich aktiv ausgenutzt werden, alle 3 Stunden, die letzten 90 Tage
- EPSS: Wahrscheinlichkeit, dass eine Lücke in den nächsten 30 Tagen ausgenutzt wird, täglich
Merkliste: nur was dich betrifft
Trag unter Meine Produkte ein, was du betreibst, z. B. „Proxmox“, „FortiOS“, „Exchange Server“, „Vaultwarden“. Neue Einträge zu diesen Produkten werden hervorgehoben und als Meldung an deine Kanäle geschickt.
Mit Version wird es genauer: Trag zum Produkt deine Version ein (z. B. FortiOS 7.4.3). Ist deine Version laut Quelle nicht betroffen, gibt es keine Meldung.
Wo du die Version findest:
- in der Weboberfläche meist unter „Info“ oder „System“
- unter Linux mit dem Paketmanager:
dpkg -l | grep nameoderrpm -q name - bei Windows-Software unter „Apps“
Unter Melden ab legst du fest, ab welcher Schwere du Meldungen bekommst.
Die Detailseite
Zu jedem Eintrag gibt es eine eigene Seite mit:
- Was macht die Lücke? Beschreibung, CVSS-Wert und Art der Schwachstelle auf Deutsch erklärt
- Welche Systeme sind betroffen? Produkte und Versionen, mit Abgleich gegen deine Version
- Wie schütze ich mich? Hinweise und Links des Herstellers
- Bin ich schon betroffen? Eine Checkliste, wie du Angriffsspuren findest
Bei Sonderversionen (LTS, Hotfix, Distributionspakete) im Zweifel die Hinweise des Herstellers prüfen.
Port-Scan
Mit dem Port-Scan prüfst du deine eigenen Server von außen: Welche Ports sind offen, was meldet sich dort?
Freigaben
Gescannt werden nur Ziele, die der Admin für dein Konto freigegeben hat. So lässt sich der Scan nicht gegen fremde Server einsetzen. Möglich sind:
- einzelne IP-Adressen
- Netze bis /24 (IPv4) bzw. /48 (IPv6)
- Hostnamen. Sie werden beim Scan aufgelöst, gescannt wird genau die eine IP.
Für eine neue Freigabe schreib dem Admin über Feedback, welche Adressen dir gehören.
Scannen
Ziel wählen, Ports angeben (bis 100, mit Vorlagen für gängige Ports) und starten. Das Ergebnis:
- offen: Ein Dienst antwortet. Ist das so gewollt?
- geschlossen: Das Ziel lehnt ab.
- gefiltert: Keine Antwort, eine Firewall verwirft die Pakete.
Jeder Scan landet im Protokoll. Den eigenen Internetanschluss prüfst du einfacher mit dem Port-Check.
Geheimnis teilen
Mit Geheimnis teilen gibst du Passwörter, Zugangsdaten oder Schlüssel per Einmal-Link weiter, statt sie in Mail oder Chat zu schreiben.
So funktioniert es
- Text eingeben, Gültigkeit wählen (1 Stunde bis 7 Tage), optional ein Passwort.
- Link kopieren und dem Empfänger schicken. Er wird nur dieses eine Mal angezeigt.
- Der Empfänger öffnet den Link und klickt auf Anzeigen. Danach ist das Geheimnis auf dem Server gelöscht.
Warum das sicher ist
- Dein Browser verschlüsselt den Text (AES-256-GCM), bevor er zum Server geht.
- Der Schlüssel steht hinter dem
#im Link. Diesen Teil schicken Browser nie an einen Server. Der Server kennt den Inhalt also nicht. - Linkvorschauen in Messengern verbrauchen den Link nicht, erst der Klick auf „Anzeigen“.
- Mit Passwort braucht man zusätzlich das Passwort. Nach 5 falschen Versuchen ist das Geheimnis weg. Teile das Passwort auf einem anderen Weg, z. B. Link per Mail und Passwort per Telefon.
In deiner Liste siehst du nur, ob ein Link schon geöffnet wurde. Meldet der Empfänger, dass der Link schon benutzt war, hat ihn jemand anderes geöffnet: Dann das Passwort bzw. den Schlüssel austauschen.